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Samstag, 12. Juli 2014

Das Leben ist schön. [Oder: Ein heikles Thema]


Liebe Leute, zurzeit gibt es etwas, was mich sehr beschäftigt. Angefangen hat es mit einem Buch und einen darauffolgenden Film, der euch allen (oder zumindest den meisten) sicher ein Begriff sein wird. Es geht um "Das Schicksal ist ein mieser Verräter".

Das Buch habe ich schon vor einer ganzen Weile gelesen und die Geschichte um Hazel und Augustus hat mich sofort zutiefst berührt. Mit einer Freundin habe ich dann auch den Film gesehen und ich muss wohl kaum erwähnen, dass wir einiges an Taschentüchern verbraucht haben. Denn entgegen vieler Stimmen empfand ich den Film als erstklassige Buchverfilmung (Ansel Elgort wurde danach sofort auf meine Liste der zu heiratenden Schauspieler gesetzt, gleich nach Robert Sheehan).
Wie viele von euch vielleicht wissen, mache ich derzeit eine Ausbildung zur Krankenschwester. Und wie das Schicksal es so will hatten wir in der letzten Woche unsere "Palliativ-Woche". Das heißt exakt: Wir beschäftigten uns mit sterbenden Menschen. Wie können wir ihnen helfen? Wie ihren Angehörigen? Und wie können wir uns distanzieren?
Begleitet wurden wir in dieser Woche von zwei ausgezeichneten Lehrerinnen, die die ganze Zeit für uns da waren und uns nie in unserer Emotionalität allein gelassen haben. Denn ja - wir haben geweint. Und im gleichen Atemzug gelernt, dass es ok ist zu weinen und um verstorbene Patienten zu trauern, egal wie lang wir sie kannten und egal wie oft uns eingeprügelt wird, dass wir professionell bleiben müssen.

Am Ende dieser Woche, gestern um genau zu sein, sind wir dann mit einer unser Lehrerinnen in eine Schulvorstellung von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gegangen. Danach haben wir geredet und einer meiner Klassenkameraden hat etwas Entscheidendes festgestellt: "Ich fühle mich einfach toll nach diesem Film, denn ist die Message nicht eigentlich, dass wir jeden Tag genießen und leben sollen?"
Natürlich. Damit hatte er recht. Und meine Lehrerin meinte darauf: "Geht nach Hause und tut etwas nur für euch. Tut etwas, das euch gut tut und genießt das Leben."

Und diesen Rat nahm ich an.

Na gut, vielleicht nicht sofort. Gestern hatte ich einfach noch ein paar Dinge zu tun und konnte nicht ganz entspannen. Aber dafür werde ich heute das absolute Verwöhnprogramm durchziehen: Gesichtsmaske, Haarmaske, Rotwein und Schokolade liegen schon bereit. Nachher werde ich noch etwas schreiben und danach werde ich mich nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder daran machen, mein Lieblingsspiel zu spielen: Kingdom Hearts. (Kennt ihr das? Wenn nicht - lernt es kennen! Eine Mischung aus Final Fantasy und Disney bringt einfach jedes Herz zum Schmelzen!!!)
Aber vor allem habe ich mir vorgenommen, heute daran zu denken, für was ich dankbar bin: meine Freunde, meine Familie und jeden der für mich da ist! (Ein riesen Dank an dieser Stelle nochmal an meine wundervolle Lehrerin Frau Gwuzdz, die mir in einer Woche so unglaublich geholfen und mir so viel gegeben hat!). Und ich bin dankbar für meine Bücher, für den Vertrag bei Ullstein und noch für so Vieles mehr, an das ich heute noch denken werde.
Und das Gleiche rate ich auch euch! Tut etwas für euch! Verwöhnt euch und gedenkt der Dinge, die euch glücklich machen und die euch dankbar stimmen. Denn wie hat der liebe Augustus Waters in "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" schon gesagt?

"Das Leben ist schön, Hazel Grace."


Kommentare:

  1. Hach, wie schön :')
    Eigentlich machen uns solche Bücher und Filme immer mal wieder darauf aufmerksam, dass wir das Leben und unsere Gesundheit als selbstverständlich ansehen und uns lieber mehr an Kleinigkeiten erfreuen sollten, anstatt immer nur über "schlimme" Dinge zu meckern, die im Nachhinein eigentlich überhaupt nicht schlimm sind. Natürlich sollte man auch nicht immer vom Schlimmsten ausgehen oder meinen, dass man das Leben nur genießen darf, wenn man krank ist oder einen schweren Verlust zu verarbeiten hat.
    Aber das ist in unserer heutigen Gesellschaft und Lebensweise auch nicht immer möglich... Das mag jetzt vielleicht melancholisch oder zu abgestumpft klingen, aber manchmal sitze ich da und frage mich: "Was ist das eigentlich für ein Leben? Man geht jahrelang zur Schule, um dann zu studieren und einen guten Job zu bekommen. Und dann?! Dann arbeitet man 40-45 Jahre jeden Tag, kümmert sich nebenbei um den Haushalt und muss schauen, dass man genügend Geld auftreibt, um später überhaupt Geld zum Leben zu haben." Wenn ich das denke, fühle ich mich immer etwas deprimiert. Natürlich kann man das Leben trotzdem genießen, aber es wäre so viel einfacher, wenn man nicht so sehr an Geld und Erfolg gebunden ist...

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    1. Liebe Dani!
      Vor kurzem habe ich einen Spruch gelesen. Wort für Wort kriege ich ihn leider nicht mehr zusammen, aber er lautete in etwa so: "Mach etwas, dass dich so glücklich macht, dass du es auch für umsonst tun würdest."
      Wenn man liebt, was man tut, dann kann man jeden Morgen mit einem Lächeln aufstehen und abends ins Bett gehen mit dem Gedanken, dass man das Richtige tut.
      Dani, such dir einen Job, der dich genau so glücklich macht. Dann weißt du auch, wofür du lebst und wirst dich am Ende nicht fragen, für was du das gemacht hast! :)

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    2. :') Das hast du schön gesagt! :)

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